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AVM zum Cybits-Fall

AVM musste 2009 feststellen, dass die Firma Cybits AG mit ihrer Software Surfsitter DSL massiv in die FRITZ!Box eingriff. Ohne den Anwender zu informieren, wurde mittels dieser Software beispielsweise der vorhandene DSL- und Internetzugang, die Firewall und die Kindersicherung der FRITZ!Box entfernt. Bisher einwandfreie Funktionen wie IPTV oder VPN standen dann nicht mehr zur Verfügung.

Für viele Menschen ist ein DSL-Router wie die FRITZ!Box ein Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens geworden. Auch im Interesse der Anwender der FRITZ!Box konnte AVM dieses Vorgehen nicht akzeptieren. Landgericht und Kammergericht Berlin haben daher 2010 erst- und zweitinstanzlich im Verfügungsverfahren auf Basis des Wettbewerbsrechts entschieden, dass die Cybits AG ihre Software Surfsitter DSL in Bezug auf die FRITZ!Box in vorliegender Form nicht mehr verbreiten darf. Das Kammergericht hat sich in seinem Urteil auf konkrete Fehlfunktionen auf der Konfigurationsoberfläche der FRITZ!Box bezogen und erkennt darin eine rufschädigende Entwertung des Produkts FRITZ!Box.

AVM begrüßt diese Urteile, denn sie schützen die Anwender vor dem Einsatz einer Software, welche in erheblichem Maße zu Fehlfunktionen führt. Bei Gericht wurden Aspekte des Wettbewerbs-, Marken-, und Urheberrechts betrachtet. Cybits hat diese Urteile nicht anerkannt, so dass jetzt ein Hauptsacheverfahren stattfindet.

Von dritter Seite wurde vor wenigen Tagen versucht, AVM im Rahmen dieses Verfahrens eine sogenannte GPL-Verletzung zu unterstellen. AVM hält sich selbstverständlich an die Lizenzbedingungen und Quelltexte werden, wie in der GNU-GPL vorgesehen, veröffentlicht.

Seit langem engagiert sich AVM im Open-Source-Bereich, ist aktives Mitglied bei der Weiterentwicklung und freut sich über das Engagement einer großen Community. AVM wird seine Arbeit im Open-Source-Bereich unvermindert und ohne Änderungen fortsetzen und weiterhin nachhaltig alle seriösen Entwicklungen unterstützen.