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Presseinformation 02.03.2010

Cebit 2010 – WLAN N der nächsten Generation

AVM präsentiert FRITZ!Box 3370 der neusten WLAN N-Generation –
Erstes IAD mit 3 Spatial Streams für mehr Durchsatz und Reichweite

Neu: 3 Spatial Streams mit Beamforming und hochentwickelten Leistungsmerkmalen für 450 MBit/s
Neu: 50 % größere Reichweite, 66 % höhere effektive Bandbreite als bei 2x2 11n
AVM und Atheros setzen gemeinsam auf bahnbrechende WLAN-Weiterentwicklungen in DSL-IADs

AVM, führender Hersteller von DSL-Endgeräten in Europa, präsentiert auf der Cebit erstmals eine FRITZ!Box für das leistungsstarke WLAN N der nächsten Generation. In enger Zusammenarbeit mit Atheros, führender Zulieferer innovativer WLAN-Lösungen, implementiert AVM diese bahnbrechende 3-Spatial-Streams-WLAN-Entwicklung als erstes Unternehmen in einem DSL-Endgerät (Integrated Access Device, IAD).

WLAN entwickelt sich zur Kommunikationsschnittstelle Nr. 1 für Endkunden und Small Offices

Laut Wi-Fi Alliance hat sich Wireless LAN (WLAN) in mehr als 500 Mio. verkauften Geräten weltweit als führende Kommunikationsschnittstelle etabliert. Ob Breitbandanbindung von PCs, Laptops und Netbooks, von Netzwerkgeräten und Unterhaltungselektronik im In-House-Bereich – WLAN verbindet alle Geräte performant und einfach. Endbenutzer und Kommunkationsanbieter profitieren von dieser WLAN-Integration für die drahtlose Nutzung von Breitbandanwendungen wie dem Internetzugang, Voice over IP, Video on Demand und IP-TV. Der europäische Breitbandmarkt hat sich mit der Einführung von VDSL, Docsis 3 und FTTH deutlich auf Übertragungsraten von 100 MBit/s und höher zubewegt. Daraus resultieren neue Leistungsanforderungen für WLAN. Die neue Generation des 802.11n-Standards liefert dank verbesserter Nutzung von MIMO-Technologie (Multiple Input, Multiple Output) und Packet Aggregation einen stark verbesserten Durchsatz sowie eine größere Reichweite. Dabei bleibt die Abwärtskompatibilität zu den 802.11a/b/g-Standards erhalten. Für eine größere Reichweite und höheren Datendurchsatz beim neuen WLAN N sind vor allem sechs Leistungsmerkmale verantwortlich: 3 Spatial Stream , Maximum Likelihood Demodulation (MLD), Maximal Ratio Combining (MRC), Transmit Beamforming (TxBF), Low Density Parity Check (LDPC) sowie Space Time Block Coding (STBC).

FRITZ!Box 3370 setzt auf neues WLAN N

Die neue FRITZBox 3370 nutzt die gleichzeitige Übertragung von drei räumlich getrennten Datenströmen (3 Spatial Streams) in Sende- und Empfangsrichtung mittels dreier unabhängiger Antennen . Diese Eigenschaft des MIMO-Datenstroms erlaubt der FRITZ!Box eine Bruttodatenrate von 450 MBit/s PHY und erhöht den Netto-Datendurchsatz im Kurzstreckenbereich auf bis zu 300 MBit/s. Dies ist eine Verbesserung um 66 % im Vergleich zu 2x2-Systemen. Der Kurzstreckenbereich mit seinen sehr hohen Übertragungsraten profitiert insbesondere von der optimierten MIMO-Entzerrungsmethode der Signalstärke, der so genannten Maximum Likelihood Demodulation (MLD). MLD gewährleistet eine höhere Genauigkeit als die aktuellen, auf Zero Forcing (ZF) MIMO basierenden Implementierungen.

Bei Low Density Parity Check (LDPC) handelt es sich um ein leistungsstarkes und effizientes Codierungsverfahren des Datenstroms. Die damit mögliche leistungsfähigere Fehlerkorrektur schützt die Funkstrecke besser vor Paketverlusten und Paketwiederholungen. Somit erhöht sich der Datendurchsatz für alle Verbindungen additiv zu allen anderen Maßnahmen. Bei Datenraten im Gigabit-Bereich führt die Einführung von LDPC zu einer Leistungssteigerung von bis zu 2 dB im Vergleich zum Convolutional Coding. LDPC wurde kürzlich auch in anderen Anwendungen mit hoher Bandbreite eingeführt, darunter DVB-S2, ITU-T G.hn und 10GBase-T Ethernet. Der Anwender profitiert von diesem Verfahren insbesondere bei HD-Bildübertragungen und anderen Low-Latency-Anwendungen.

Die Integration der Transmit-Beamforming-Technologie (TxBF) erlaubt die präzise Fokussierung des Sender-RF-Signals auf den Ort des WLAN-Clienten. Die optimale Einstellung der Sendeparameter (Phasenlage) ermöglicht die maximale Feldstärke des Sendesignals am Empfänger. Da TxBF die Linkrate verbessert, kann der Durchsatz im mittleren Bereich um 50 % erhöht werden. Bei der neuen 11n-Generation sind implizite und explizite TxBF-Optionen implementiert. Somit ist maximale Interoperabilität mit anderen 11n-Stationen gewährleistet. Bei implizitem TxBF werden lange Trainingssymbole (im Header der Schicht PHY) ausgetauscht, um die optimalen Einstellungen für die Sendekoeffizienten abzuschätzen. Im expliziten TxBF-Modus werden diese Parameter im Client berechnet und dann an die FRITZ!Box übermittelt.

Die drei getrennten Empfangsstrecken der neuen FRITZ!Box 3370 erlauben durch Nutzung des Empfangsmerkmals Maximal Ratio Combining (MRC) eine Verbesserung des Durchsatzes bei großem Abstand und verbessern die absolute Abdeckung. MRC ist eine Empfängerfunktion, bei der die MIMO-Signalpfade optimal kombiniert und Zeit und Phase der empfangenen Signale zur Verbesserung der Linkzuverlässigkeit abgeglichen werden. MRC wird sowohl bei OFDM- als auch bei CCK-Codierung unterstützt.

Der Kurzstreckenbereich mit seinen sehr hohen Übertragungsraten profitiert insbesondere von der optimierten MIMO-Entzerrungsmethode der Signalstärke, der so genannten Maximum Likelihood Demodulation (MLD). MLD gewährleistet eine höhere Genauigkeit als die aktuellen, auf Zero Forcing (ZF) MIMO basierenden Implementierungen.

Space Time Block Coding (STBC) kommt zum Einsatz, wenn mehrere Antennen verwendet werden. Hier steht in erster Linie die Verbesserung der Signalzuverlässigkeit und weniger die Erhöhung der Datenrate im Vordergrund. STBC verbessert die Stabilität bei Geräten, die in einer Umgebung mit mehreren Reflexionen betrieben werden. Diese Codierung wird in der Regel in Systemen eingesetzt, bei denen mehrere Senderketten einer einzigen Empfängerkette gegenüberstehen. Ein Beispiel hierfür ist ein Handgerät mit einer einzigen Antenne – typischerweise ein Smartphone –mit Sprachverbindung zu einem Access Point (AP). STBC erreicht Diversität auf Senderseite durch Codierung von Daten in der räumlichen und zeitlichen Dimension.

Weitere Informationen zu dem neuen Verfahren hat Atheros in einem Whitepaper zusammengefasst. Das englischsprachige Dokument mit dem Titel “Achieving Higher Throughput and Greater Range in 802.11n Networks by Sustaining Signals for Improved Performance and Reliability” ist unter der folgenden URL zu finden: http://www.atheros.com/pt/whitepapers/11nNetworksSustainingSignals_whitepaper.pdf.

FRITZ!Box WLAN 3370 mit neuer WLAN N-Technologie

Die neue FRITZ!Box 3370 setzt als erstes Gerät seiner Leistungsklasse auf die neueste Generation der WLAN N-Technologie. Aufbauend auf einer Brutto-Datenrate von 450 MBit/s ermöglicht die Vielzahl der oben genannten Einzelmaßnahmen eine deutlich höhere Netto-Übertragungsleistung im Kurz und Mittelstreckenbereich und eine verbesserte Abdeckung über größere Entfernungen. Das Ergebnis ist eine bessere Sendestabilität und größere Reichweite. Die neue WLAN N-Entwicklung ist die ideale Technologie für die Übertragung von großen Datenmengen, mehreren HD-Videos und HD-IPTV, Spielen und VoIP-Gesprächen im In-House-Bereich.

Bei der Entwicklung wurde konsequent auf hohe Energieeffizienz geachtet (Green AP). Die FRITZ!Box 3370 ist mit einem VDSL- und ADSL-Modem ausgestattet und unterstützt somit Internet-Verbindungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s. Über vier Gigabit-Ethernet-Anschlüsse werden Computer und andere Netzwerkgeräte miteinander sowie mit dem Internet verbunden. Ferner gehören zwei USB 2.0-Anschlüsse für Drucker, Netzwerkspeicher (NAS) oder UMTS-Breitband zur Standardausstattung. Die Markteinführung ist für das dritte Quartal geplant.

Hinweis
Die beschriebenen Produkteigenschaften und -funktionen entsprechen dem Stand der Veröffentlichung. AVM entwickelt seine Produkte laufend weiter. Änderungen behalten wir uns daher vor.